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Die Darstellung der Ergebnisse ist ein Entwurf.

Ergänzungen, Änderungen und Korrekturen sind vorbehalten.

Stand: Januar 2021


Sie finden die Ergebnisse auch als *pdf unter den Dateien. Link zu 2021_01_Daten zu Bildung, Betreuung und Erziehung


1. Grundlegende Informationen

1.1 Überblick: Bildungseinrichtungen im Saarland

Im Saarland stehen folgende Bildungseinrichtungen zur Verfügung:




1.2 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung im Saarland

Im Saarland lebten am 31.12.2019 227.278 junge Menschen unter 25 Jahren. Davon waren

  • 49.129 Kinder bis 5 Jahre,
  • 96.561 Kinder und Jugendliche zwischen 6 bis 17 Jahren und
  • 81.588 junge Erwachsene zwischen 18 bis unter 25 Jahren.

Seit 2010 hat die Zahl der 0- bis 25-Jährigen im Saarland um knapp 20.000 Personen abgenommen.

Während in den Altersgruppen 6 bis 17 Jahre und 18 bis 25 Jahre der Rückgang nahezu konstant verlief und zwischen 2010 und 2019 bei -12 bzw. -13 Prozent liegt, hat die Zahl der Kinder bis 5 Jahre seit 2014/2015 spürbar zugenommen.

Gegenüber dem Jahr 2010 hat sich ihre Zahl um 14 Prozent erhöht.


Abbildung 1 Zeitreihe: Anzahl der 0- bis 25-Jährigen im Saarland von 2010 bis 2019




Quelle: Statistisches Bundesamt, Berechnung und Darstellung transfer


Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Schwerbehindertenausweis hat in den letzten Jahren zugenommen.


198 Kinder bis 5 Jahre hatten am 31.12.2019 einen Schwerbehindertenausweis.

Ende 2014 waren es noch 162 Kinder – bis 2019 ist die Zahl um 22 Prozent gestiegen.

Gleichbleibend ist ihr Anteil an der gesamten Altersgruppe:

Jeweils rund 0,4 Prozent aller saarländischen Kinder zwischen 0 bis 5 Jahre hatten einen Schwerbehindertenausweis.


Für die Gruppe der 6- bis 17-Jährigen wird zum 31.12.2019 erstmals eine vierstellige Zahl ausgewiesen:

1.061 Kinder und Jugendliche hatten einen Schwerbehindertenausweis, das sind 22 Prozent mehr als noch im Dezember 2014.

Zugleich ist ihr Anteil an der gesamten Altersgruppe gestiegen:

Im Dezember 2014 hatten 0,9 Prozent der 6- bis 17-Jährigen einen Schwerbehindertenausweis, zum 31.12.2019 hat sich der Anteil auf 1,1 Prozent erhöht.


Abbildung 2 Kinder und Jugendliche mit Schwerbehindertenausweis im Zeitverlauf




Quelle: Landesamt für Soziales, Berechnung und Darstellung transfer


Die Daten in Bezug auf die Leistungen nach § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche) werden auch für die einzelnen Unterkapitel nachgereicht.

1.3.1 Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen

Für Kinder mit Behinderungen gibt es im Saarland im Wesentlichen drei Möglichkeiten zur Teilnahme an frühkindlichen Bildungsangeboten:

  • „Einzelintegration in der Regeleinrichtung vor Ort mit zusätzlicher Unterstützung durch Fachkräfte der Arbeitsstellen für Integrationshilfen oder Frühförderung Plus oder anderen unterstützenden Institutionen,
  • Integrative Gruppen in Regeleinrichtungen,
  • Integrative Gruppen in Fördereinrichtungen“[1].

Im Jahr 2020 gab es im Saarland rund 490 Kindertagesstätten (KiTas) (Saarland - Frühkindliche Bildung und Betreuung, letzter Aufruf 20.12.2020), 20 KiTas sind integrative Kindertagesstätten bzw. Förderkindergärten für Kinder mit einer Behinderung.

Eine ambulante interdisziplinäre Frühförderung wird von insgesamt 14 Anbietern erbracht, das sozialpädiatrische Zentrum ist bei der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof angesiedelt. (Landesamt für Soziales, Mail vom 22.12.2020)

Im Dezember 2019 gab es insgesamt 561 Kinder, die mit Unterstützung einer heilpädagogischen Maßnahme der Eingliederungshilfe nach SGB IX eine Kita besuchten. Das sind rund 1,5 Prozent aller Kita-Kinder im Saarland.

Die Mehrheit von ihnen (74 Prozent) besuchte einen Regelkindergarten, 26 Prozent besuchten eine integrative Einrichtung bzw. eine Förderkita. (Landesamt für Soziales, 2020)

Die Zahl der Kinder, die heilpädagogische Maßnahmen in Regelkindergärten in Anspruch nehmen, ist seit Dezember 2013 um 125 angestiegen.

Die Zahlen im Zeitverlauf zeigt die folgende Abbildung.


Abbildung 3 Kinder mit heilpädagogischen Maßnahmen der EGH in Kindertageseinrichtungen




Quelle: Landesamt für Soziales, Darstellung transfer

1.3.2 Kinder mit Leistungen der Frühförderung

Kinder vor Schuleintritt können bei vorliegender oder drohender Behinderung Leistungen der Frühförderung in Anspruch nehmen.

Im Dezember 2019 erhielten insgesamt 1.654 Kinder im Saarland entsprechende Leistungen.

Im Vergleich zum Dezember 2013 ist diese Zahl leicht zurückgegangen.

Eine Übersicht nach Leistungsarten enthält die folgende Tabelle.




Neben den expliziten Leistungen zur Frühförderung weist die Eingliederungshilfestatistik weitere ambulante heilpädagogische Leistungen außerhalb von Einrichtungen aus: Im Dezember 2019 erhielten 18 autistische Kinder im Vorschulalter (2013: 25 Kinder) entsprechende Hilfen.

1.4 Schüler*innen im Saarland

Im Schuljahr 2019/20 gab es rund 91.000 Schüler*innen im Saarland. Das sind sechs Prozent weniger als im Schuljahr 2011/12.

49 Prozent der Schüler*innen waren 2019 weiblich, 51 Prozent männlich.

Der Anteil ausländischer Schüler*innen lag bei 15 Prozent.

2019 wurden 7.607 Schüler*innen eingeschult, darunter waren 168 nach einer Rückstellung verspätet eingeschulte Kinder (2,2 Prozent).

Weitere 162 Kinder wurden 2019 wegen einer Rückstellung nicht eingeschult.

Verspätete und zurückgestellte Einschulungen betreffen deutlich häufiger Jungen als Mädchen, der Anteil der Mädchen lag zuletzt nur bei etwa einem Drittel.


Der saarländische Landtag hat am 25. Juni 2014 das Schulordnungsgesetz einstimmig verabschiedet.

Es soll die Voraussetzungen dafür schaffen, die schulrechtlichen Regelungen an die Verpflichtungen anzupassen, die aus der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) erwachsen.

Die Regelungen, die für die Umsetzung notwendig sind, sind in der Inklusionsverordnung vom 01. August 2015 festgelegt.


Seit dem Schuljahr 2016/2017 ist die Regelschule der Regelförderort für alle Kinder.

Eine Umschulung in eine Förderschule erfolgt nur auf Antrag der Eltern, die grundsätzlich über den Lernort entscheiden (§4 Abs. 3 Schulordnungsgesetz: § 5 Abs. 4 Schulpflichtgesetz).

Da die Inklusionsverordnung aufsteigend ab Klassenstufe 5 umgesetzt wird existiert vorübergehend ein Parallelsystem aus Integrationsverordnung und Inklusionsverordnung.

Mit dem Schuljahr 2020/2021 wird die Inklusionsverordnung bis Klassenstufe 9 in Kraft sein.

(Quelle: https://www.saarland.de/mbk/DE…nen/allgeminfos_node.html, letzter Aufruf, 15.12.2020)


1.4.1 Schüler*innen mit Behinderung an Regelschulen

Bis einschließlich des Schuljahres 2015/16 können der Schulstatistik Angaben zu den Schüler*innen mit sonderpädagogischer Förderung an Regelschulen im Saarland entnommen werden.

Mit dem Inkrafttreten der Schulrechtsänderung wird die Zahl der saarländischen Schüler*innen nicht mehr in dieser Systematik erfasst.

Der Zugang zu besonderer pädagogischer Förderung beim Besuch einer Regelschule wurde erleichtert und ist nicht mehr an eine formale sonderpädagogische Überprüfung gebunden.

Eine Ausweisung der Schüler*innen mit anerkanntem Förderbedarf bildet daher nicht mehr die Anzahl der tatsächlich geförderten Schüler*innen ab.


Laut der letzten Zahlen aus 2015 besuchten 3.306 Schüler*innen, die einen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf hatten, eine Regelschule. Seit 2011 hatte sich die Zahl um rund 900 Schüler*innen bzw. 38 Prozent erhöht.


Abbildung 4 Schüler*innen mit sonderpädagogischer Förderung an Regelschulen, 2011-2015


Quelle: KMK, Berechnung und Darstellung transfer


Die höhere Gesamtzahl an Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf zeigte sich in allen Förderschwerpunkten:

In allen Bereichen nahm die Zahl der Schüler*innen zu – allerdings in unterschiedlichen Ausmaßen.

Im Förderschwerpunkt Lernen stieg die Zahl der Schüler*innen um 207 Kinder bzw. 21 Prozent an; in den sonstigen Förderschwerpunkten lag der Zuwachs zwischen 2011 und 2015 mit 49 Prozent noch höher.

Hier hat insbesondere die Zahl der Kinder mit Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung mit 329 Schüler*innen zusätzlich deutlich zugenommen.


Abbildung 5 Schüler*innen nach Förderschwerpunkten an Regelschulen, 2011-2015



Quelle: KMK, Berechnung und Darstellung transfer


Der Blick auf die verschiedenen Schularten zeigt, dass gut die Hälfte der integrativ beschulten Kinder im Jahr 2015 eine Integrierte Gesamtschule besuchte, weitere 45 Prozent der Kinder besuchten eine Grundschule.


Abbildung 6 Schüler*innen mit sonderpädagogischer Förderung nach Schularten, 2015



Quelle: KMK, Berechnung und Darstellung transfer


Die folgende Tabelle zeigt, dass die einzelnen Förderschwerpunkte insgesamt und auch nach Schulart recht unterschiedlich an den Regelschulen vertreten waren.

So stellten Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Jahr 2015 rund ein Drittel der integrativ beschulten Grundschüler*innen, zwei Drittel haben einen sonstigen Förderschwerpunkt.

Realschulen und Gymnasien wurden nicht von Kindern mit den Förderschwerpunkten Lernen besucht, an den Gesamtschulen stellten sie 42 Prozent der dort integrativ beschulten Kinder.


1.4.2 Förderzentren

Zum Schuljahr 2019/2020 gab es im Saarland sechs regional verteilte Förderzentren sowie die überregionalen Förderzentren für Hören und Sehen, durch die die sonderpädagogische Unterstützung an den Regelschulen erfolgt.

Die regional verteilten Förderzentren leisteten an den Grundschulen 4.199 Lehrerwochenstunden (LWS), was einem Vollzeitäquivalent (VZÄ) von 155,5 Lehrkräften entspricht. An den Gemeinschaftsschulen wurden 3.651 LWS (135,2 VZÄ) erbracht.

Das überregionale Förderzentrum Hören brachte 188 LWS bzw. 7 VZÄ ein, das Förderzentrum Sehen 68 LWS bzw. 2,5 VZÄ.

Darüber hinaus hatten die Förderschulen, an denen die Förderzentren angeschlossen sind, 134 LWS (5 VZÄ) für zusätzliche Aufgaben im Bereich der Verwaltung und Beratung zur Verfügung. (Bildungsministerium, Mail vom 18.12.2020)


1.4.3    Schüler*innen an Förderschulen

Im Schuljahr 2019/2020 besuchten 3.545 Schüler*innen eine der 38 Förderschulen im Saarland, das entspricht einer Besuchsquote von 4,5 Prozent aller Schüler*innen bis Jahrgangsstufe 9/10 im Saarland – der höchste Wert seit 2011.

Die Anzahl der Förderschüler*innen ist zunächst zwischen 2011 mit 3.738 Schüler*innen und 2017 mit 3.314 Schüler*innen etwas zurückgegangen, 2018 und 2019 ist die Anzahl der Förderschüler*innen und auch die Förderschulbesuchsquote wieder angestiegen.

Die Entwicklung der Schülerzahlen im Zeitverlauf ist in der folgenden Abbildung dargestellt.


Abbildung 7 Zeitreihe: Entwicklung der Anzahl der Förderschüler*innen




Quelle: KMK/Ministerium für Bildung Saarland, Berechnung und Darstellung transfer


Von den 3.545 Förderschüler*innen im Schuljahr 2019/20 waren rund zwei Drittel Jungen und ein Drittel Mädchen.

Jungen sind damit im Vergleich zur Gesamtschülerzahl an Förderschulen deutlich überrepräsentiert.

Am größten ist der Geschlechterunterschied im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung ausgeprägt – hier waren rund 87 Prozent der Schüler*innen männlich.

An den Förderschulen lag der Anteil ausländischer Schüler*innen zuletzt bei 14 Prozent – dies entspricht in etwa dem Ausländeranteil der Gesamtschülerzahl im Saarland.


An den 38 Förderschulen waren im Schuljahr 2019/20 insgesamt 350 Klassen eingerichtet; davon entfielen knapp ein Drittel bzw. 113 Klassen auf den Förderschwerpunkt Lernen, die übrigen Klassen verteilten sich auf die sonstigen Förderschwerpunkte.

Die Mehrheit der Förderschüler*innen wird im Förderschwerpunkt Lernen beschult, deswegen ergibt sich hier mit 11,8 ein höherer Durchschnitt an Schüler*innen je Klasse als in den Klassen mit sonstigen Förderschwerpunkten, dort sind es im Schnitt 8,2 Kinder je Klasse.



Die Zahl der Förderschüler*innen insgesamt hat sich seit 2011 um 193 verringert, das ist ein Rückgang um rund 5 Prozent.

In den Förderschwerpunkten zeigen sich jedoch unterschiedliche Entwicklungen.

Während deutlich weniger Kinder im Förderschwerpunkt Lernen erfasst sind (Rückgang um 22 Prozent auf zuletzt 1.335 Kinder), wurden bspw. in den Schwerpunkten Geistige Entwicklung und Sehen im Mittel beinahe genauso viel Kinder unterrichtet wie 2011.

In anderen Förderschwerpunkten haben sich wiederum deutliche Zuwächse ergeben.

So ist die Zahl der Förderschüler*innen im Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung 2019 um 28 Kinder bzw. 33 Prozent höher als 2011 und lag 2019 bei 128 Kindern; im Bereich Hören wurden 2019 52 Schüler*innen mehr beschult als noch 2011, das ist ein Anstieg um 65 Prozent.

Die folgende Abbildung stellt die Verteilung aller Förderschwerpunkte für die Jahre 2011 und 2019 vergleichend dar und weist den Mittelwert der Schüler*innen je Förderschwerpunkt für die Jahre 2011 bis 2019 aus.


Abbildung 8 Förderschüler*innen abs. nach Förderschwerpunkten im Vergleich 2011 zu 2019




Quelle: KMK/Ministerium für Bildung Saarland, Berechnung und Darstellung transfer


Die meisten Förderschüler*innen sind weiterhin dem Schwerpunkt Lernen zugeordnet, auch wenn ihr Anteil an allen Förderschüler*innen von 46 Prozent auf 38 Prozent zurückgegangen ist.

An zweiter Stelle liegt unverändert der Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, 2019 waren 20 Prozent der Kinder diesem Bereich zugeordnet.

Auf die weiteren Förderschwerpunkte entfallen jeweils maximal 10 Prozent der Förderschüler*innen wie die folgende Tabelle zeigt.



Die Schulstatistik weist als Förderschwerpunkt auch die Kategorie „Schulen für Kranke“ aus.

Hierbei handelt es sich um Unterrichtsangebote für erkrankte Schüler*innen, die in Form von Krankenhausunterricht, in Schulen für Kranke an Krankenhäusern oder in Form von Hausunterricht durchgeführt werden.

Zuletzt nutzten 277 Schüler*innen diese Unterrichtsform.

Die Mehrheit der Förderschüler*innen verlässt die Schule ohne einen Hauptschulabschluss.

Dies betraf im Jahr 2019 59 Prozent der Absolventen; 41 Prozent erlangten den Hauptschulabschluss. Die folgende Abbildung zeigt den zeitlichen Verlauf der Abschlussquoten seit 2011.

In der Schulstatistik sind für die Förderschüler*innen im Saarland keine Eintragungen zu anderen Schulabschlüssen enthalten.


Abbildung 9 Abgänger/Absolventen aus Förderschulen nach Schulabschluss, 2011-2019



Quelle: KMK/Ministerium für Bildung Saarland, Berechnung und Darstellung transfer


1.5 Schüler*innen mit Leistungen der Eingliederungshilfe

Neben dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf von Schüler*innen kann Auskunft darüber gegeben werden, wie viele Kinder und Jugendliche zur Teilhabe am schulischen Leben Leistungen der Eingliederungshilfe beziehen.

Im Dezember 2019 nahmen 121 Kinder und Jugendliche stationäre Leistungen zur Schulbildung in Anspruch; 831 Schüler*innen erhielten ambulante Hilfen – von diesen besuchten 122 eine sog. Poolschule, wo im Rahmen eines Modellprojekts an Förderschulen ein Pool von Eingliederungshelfern vorgehalten wird (Landesamt für Soziales, Mail vom 22.12.2020).

Während die Zahl der stationären Hilfen seit Dezember 2013 leicht zurückgegangen ist, hat die Zahl der Schüler*innen, die ambulante Hilfen nutzen, um 368 zugenommen – dies ist ein Anstieg um rund 80 Prozent.


Abbildung 10 Leistungen der Eingliederungshilfe zur Schulbildung, 2013 bis 2019




Quelle: Landesamt für Soziales, Darstellung transfer

1.6 Berufliche Bildung und Ausbildung

Der Aspekt der beruflichen Bildung und Ausbildung betrifft den Übergang zwischen Schule und Beruf und damit sowohl das Handlungsfeld Bildung, Betreuung und Erziehung als auch das Handlungsfeld Arbeit und Beschäftigung.

Im Bereich der Berufsausbildungen ist bekannt, dass im Jahr 2018 durchschnittlich 81 Auszubildende mit Schwerbehinderung bei einem saarländischen Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitsplätzen tätig waren.

Zur Teilhabe an beruflicher Ausbildung nahmen im Dezember 2019 drei Personen stationäre Leistungen der Eingliederungshilfe in Anspruch, 15 Personen nutzten ambulante Hilfen zur angemessenen Berufsausbildung (Landesamt für Soziales).

Weitere Angaben zum Bereich der beruflichen Bildung und Ausbildung können dem Handlungsfeld Arbeit und Beschäftigung entnommen werden.

1.7 Studierende mit Behinderung

Im Saarland gab es im Wintersemester 2019/20 insgesamt 31.329 Studierende. Wie viele der Studierenden eine Behinderung haben, ist nicht bekannt, da keine entsprechende Hochschulstatistik geführt wird.

Über die Statistik der Eingliederungshilfe lässt sich die Zahl der Studierenden ermitteln, die Hilfen zum Besuch einer Hochschule beziehen.

Die Zahlen werden nachgereicht.

Im Rahmen der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks wurden 2016 Studierende bundesweit u.a. zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und damit verbundenen Studienerschwernissen befragt. Im Saarland beteiligten sich 483 Studierende an der Erhebung, von diesen gaben 80 Studierende an, eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu haben, in 36 Fällen wurde diese als studienerschwerende Beeinträchtigung eingeschätzt.[1]


[1] Middendorff, E., Apolinarski, B., Bornkessel, P., Brandt, T., Heißenberg, S., Naumann, H., Poskowsky, J. & Becker, K. (2017). Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in Deutschland 2016. 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks – durchgeführt vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Randauszählung zur 21. Sozialerhebung für deutsche und bildungsinländische Studierende für das Saarland.